Literaturpreisverleihung

DELIA-Liebesromantage: Und der Gewinner ist ...

Wer gewinnt diesmal den Literaturpreis? Foto: Anastasia Baranova

Wie in jedem Jahr standen auch 2018, die DELIA-Liebesromantage in Iserlohn auf dem Programm. Unter dem Motto „Wir machen Liebe“ hat sie diesen Samstag ihren Höhepunkt gefunden – die Preisverleihung für den besten deutschsprachigen Liebesroman und Jugendliebesroman. Zehn Autoren haben sich bei über 200 eingereichten Büchern behaupten können und es auf die Shortlist geschafft – eine Liste mit den Romanen, die in die engere Auswahl gekommen sind.

Das Parktheater Iserlohn verwandelt sich an diesem Abend in eine Gala, umgeben von guter Stimmung, festlicher Dekoration und feierlicher Musik. Um 18 Uhr beginnt der Sektempfang für die Finalisten und deren Begleitungen, unter ihnen befindet sich auch Robin Lyall. Die Autorin kommt aus der Nähe von Hannover und ist für den besten Jugendliebesroman nominiert. 

Ihr Roman handelt von einem jungen Mädchen, welches auf einer Tierauffangstation in Afrika hilft. Ihr vierter Roman beruht auf Tatsachen, da Robin Lyall selber auf einer Tierauffangstation in Afrika gearbeitet hat. Die Eindrücke haben sie auf die Idee gebracht, über die Erfahrungen, die sie gesammelt hat, einen Roman zu schreiben. „Es wäre mein erster Preis und ich bin sehr aufgeregt und nervös. Meine Chancen zu gewinnen liegen bei 20 Prozent, da insgesamt fünf Autoren in der Kategorie nominiert sind“, lacht die Autorin. „Ich plane weitere Romane, es ist einiges in Arbeit und ich habe viele Ideen, über die ich natürlich noch nicht reden darf“, erzählt sie.  Wenig später begrüßt Andrea Reichart, die Präsidentin von DELIA, ganz offiziell alle Finalisten zum Sektempfang. „Lernt euch kennen, genießt die Musik und das Buffett“, sagt Reichart und eröffnet den Abend.  

Um 20 Uhr findet dann der Höhepunkt des Abends statt – die Preisverleihung. Bürgermeister Peter Paul Ahrens begrüßt im Namen der Stadt Iserlohn alle Gäste und Finalisten. Er ist glücklich darüber, dass die Liebesromantage zum vierten Mal in Iserlohn stattfindet.  „Dieser Abend ist eine Herzensangelegenheit“, sagt Ahrens. „Liebe ist das größte menschliche Gefühl und daraus entstehen die größten Romane und Geschichten.“ Kurz danach beginnt auch Andrea Reichart ihre Moderation. Sie erzählt von der Entwicklung von DELIA und verkündet stolz, dass aus anfangs zwölf DELIA- Mitgliedern über 250 geworden sind. Sie sagt, dass Liebe eine große Vielfalt ist und mehr als nur die Beziehung zwischen Mann und Frau. „Liebe ist wunderbar, denn nicht nur man selbst ist glücklich, sondern macht auch andere glücklich.“ 

Des Weiteren lobt sie die Finalisten und gibt ihnen zu wissen, dass für die Shortlist nominiert worden zu sein, schon ein großer Erfolg ist – „Das allein macht euch zu Gewinnern.“ Kurz darauf fragt sie in das Publikum: „Wie viele Bücher lesen wir im Jahr? 10? 20?“  Das ist ganz schön wenig in Anbetracht dessen, dass die DELIA-Jury, welche die Gewinner aussucht, von Mai 2017 bis Valentinstag 2018 über 100 eingereichte Bücher gelesen hatte. 

Doch wer hat nun den Preis für den besten Jugendroman des Vorjahres gewonnen? – Es ist Kira Gembri aus Wien mit ihrem Roman „Wovon du träumst’’. Als sie den Preis entgegennimmt, ist sie sichtlich gerührt, sagt, dass sie sprachlos ist und damit nicht gerechnet hat. „Der Titel des Buchs passt zu dem, was gerade passiert“, sagt Gembri. Den Preis für den besten Liebesroman aus der zweiten Kategorie durfte Nora Elias entgegennehmen. 

So endet ein bunter Abend mit vielen Emotionen, interessanten Persönlichkeiten und natürlich ganz viel Liebe.  

Von Anastasia Baranova
Veröffentlicht am 01.05.2018