Acrylgemälde

„Formen und Strukturen“

Farblich aufeinander abgestimmt: Die Werke von Tanja Geißler. Foto: Christopher Langer
Ein kleiner "Rundgang" führt an den Acrylgemälden vorbei. Foto: Christopher Langer
Dieses Gemälde nennt sich "Netzwerk". Foto: Christopher Langer
Dieses heißt "Formensprache". Foto: Christopher Langer
Das hat sie als "Fernweh" betitelt. Foto: Christopher Langer
Das Bild heißt "Verbindungen". Foto: Christopher Langer
Das hier: "Gleichgewicht". Foto: Christopher Langer
Das erste Bilder ihrer Quadratreihe, Quadrat 1. Foto: Christopher Langer
Das zweite Bild aus der Reihe: "Quadrat 2. Foto: Christopher Langer
Inmitten der kalten Zahlen etwas Kunst erleben. Foto: Christopher Langer
Obwohl man Geißlers Handschrift sofort erkennt, sind ihre Werke auch abwechslungsreich. Foto: Christopher Langer
Schwarz, Weiß und Beige: Auf diese Farbkomposition wurde häufig zurückgegriffen. Foto: Christopher Langer
Die Ausstellung im Foyer der Sparkasse. Foto: Christopher Langer

Die Iserlohner Künstlerin Tanja Geißler stellt aktuell unter dem Motto „Formen und Strukturen“ einige ihrer Acrylgemälde in der Sparkassen-Filiale in Letmathe aus. MAERKZETTEL war vor Ort und schildert ein paar Impressionen.

Ihre Werke tragen Titel wie „Netzwerk“ oder „Gleichgewicht“. Einprägsame Farb- und Formen-Kombination zieren die abstrakten Acrylgemälde der Künstlerin. Dabei arbeitet Geißler auch mit den Stilmitteln der Räumlichkeit, obwohl diese bei näherer Betrachtung zu verschwinden scheinen. Es ist der Ausdruck einer Flucht, einer Flucht ins Ungewisse. Besonders deutlich wird das in ihrem Werk „Reisefieber“. Hier erkennt man ein urbanes Milieu, geprägt durch Hochhäuser, die in einem schmutzigen Nebel eingehüllt scheinen. In ihnen findet man Schnipsel von Überschriften aus Zeitungsartikeln in verschiedenen Sprachen. Der positive Titel bildet einen interessanten Kontrast zu der düsteren Welt, die abgebildet ist. Geißler lädt den Betrachter mit ihren Werken auf eine Entdeckungsreise ein.

Über die Künstlerin

Tanja Geißler wurde 1969 in Iserlohn-Letmathe geboren. 2001 begann sie ihre künstlerische Karriere mit der abstrakten Malerei. 2002 trat sie der Kreativ-Werkstatt „Kunst mal anders“ bei. Seitdem stellte sie ihre Werke bereits 15-mal in Iserlohn und Schwerte aus, zuletzt noch dieses Jahr im Amtsgericht Schwerte. „Abstrakte Bilder stellen den Schwerpunkt meiner Arbeit dar.

Die Werke entstehen durch langes Experimentieren, wobei es mir besonders wichtig ist, dass die eigene Handschrift wiedererkannt wird“, erklärt die Künstlerin. Diese Handschrift spiegelt sich definitiv in ihren Gemälden wieder. Viele bestehen aus einer Komposition von Schwarz, Grau und einem verwaschenen Beige. Durch Werke wie „Quadrat 1“ und „Quadrat 2“ bringt sie aber auch Abwechslung in die Ausstellung. Hier arbeitet sie größtenteils mit Weiß auf schwarzem Grund, hier und da sind aber unter anderem auch ein paar rote Farbtupfer zu erkennen.

Die Fertigung der Gemälde

In einem ausliegenden Info-Blatt verrät Geißler, wie ihre Gemälde entstehen. Hierbei trägt sie die Acrylfarbe mit einer Spachtel, einem Pinsel oder einer Rolle auf. Dann kratzt sie die Farbe teilweise wieder frei. Dadurch trotzt sie der Perfektion, ganz im Sinne der abstrakten Kunst. Die vielschichtigen Bilder entstehen dann durch die Verarbeitung von Papieren und Gaze. Dies ist ein halbdurchsichtiges Gewebe in Leinwandbindung. Details und einzelne Akzente verleiht sie dem Werk dann im Nachhinein mit einem Graphitstift.

Über die Ausstellung

Die übersichtliche Ausstellung in der Sparkasse Letmathe, in der Hagener Straße, bietet einen interessanten Einblick in die Arbeit der Iserlohner Künstlerin. Bis zum 27. Juli ist die Ausstellung dort noch zu sehen. Wer von den Acrylgemälden besonders angetan ist, kann diese auch erwerben. Die Preise für die Einzelstücke reichen dabei von 75 bis 580 Euro. 

Von Christopher Langer
Veröffentlicht am 14.05.2018