Ein Tag für die Kranken

Die Schleife als Aids Symbol lässt sich auf eine amerikanische Tradition zurückführen. Quelle: Pixabay

ISERLOHN. Jedes Jahr findet weltweit am ersten Dezember der Welt-Aids-Tag statt. An diesem Tag soll auf die tödliche Krankheit mit Hilfe von Spendenaktionen, Galas und Theaterstücken aufmerksam gemacht werden. Laut der offiziellen Internetseite der deutschen Aids-Hilfe sollen weltweit schätzungsweise 37 Millionen Menschen an Aids erkrankt sein. Früher glaubte man die Krankheit würde nur von homosexuellen Menschen übertragen, demnach nannte sich die Krankheit erst GRID (gay related immuno deficiency). Heute weiß man, dass die Krankheit sich durch viele Übertragungsmöglichkeiten, unabhängig von Sexualität und Geschlecht, verbreiten kann.

Kampagnen weltweit

Die World Health Organisation legte 1988 den ersten Dezember als offiziellen Aids-Tag fest und, auch dieses Jahr wird er wieder den Erkrankten gewidmet und mit Veranstaltungen weltweit beworben. Besonders bekannt ist die AMFAR Gala (American Foundation for Aids Research), auf der sich regelmäßig Hollywoodgrößen präsentieren und Solidarität zeigen. Dort werden Spenden für Forschungszwecke gesammelt.

Der Welt-Aids-Tag im Märkischen Kreis in der Vergangenheit

In Deutschland gibt es zahlreiche Organisationen, die sich mit Hilfe von Kampagnen für Menschen mit HIV einsetzten, wie zum Beispiel das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutsche Aids Hilfe, Deutsche Aids Stiftung. In den vergangenen Jahren fanden im Märkischen Kreis Aktionen um das Thema Aids statt. An Ständen in der Innenstadt konnten sich Menschen über die Krankheit informieren, es wurden unter anderem von Studenten der BiTS Spenden für die Aids-Hilfe gesammelt. Das Parktheater beispielsweise zeigte die Aufführung „AIDS geht’s los- sex as sex can“, um die Zuschauer für das Thema zu sensibilisieren. Betroffene können sich in Iserlohn und Umgebung an die „Aids-Hilfe im Märkischen Kreis“ wenden, eine gemeinnützige Beratungsstelle, bei der man Informationen über Prävention einholen kann und Betroffene berät und betreut. Allerdings bietet der Märkische Kreis dieses Jahr keinerlei Veranstaltungen an. Doch trotzdem ist der Aids-Tag ein wichtiges Ereignis wie Peter Müller von der Aids-Hilfe MK berichtet: „Es ist auch noch heute wichtig die HIV Erkrankung in das Bewusstsein der Menschen zu rücken, für Verständnis und Solidarität mit den Betroffenen zu werben und der vielen Verstorbenen zu gedenken.“

Das Symbol der roten Schleife

Der Hintergrund, des heute im Zusammenhang mit der Krankheit verwendeten Symbols der roten Schleife, lässt sich auf eine amerikanische Tradition zurückführen. Die Menschen banden Stoffschleifen um Bäume, um ihre Zuneigung zu anderen Menschen zum Ausdruck zu bringen. Eine New Yorker Künstlergruppe nutze diese Schleife als Vorbild für die rote Aidsschleife. 

Von Isabel Scheele
Veröffentlicht am 28.11.2017