Mit neuem Trainer den Aufwärtstrend weiterführen?

Trotz drei Siegen in Folge ist die Eishalle Iserlohn gegen Straubing nicht ausverkauft. Foto: Sabrina Meyer

Kommentar 

Nur 15 Punkte nach 13 Spieltagen und der vorletzte Platz in der Tabelle, ein schlechter Start für die Iserlohn Roosters. Zu schlecht für die Verantwortlichen, die Jari Parsanen nach drei Niederlagen in Folge mit sofortiger Wirkung entließen.

Nun kann man das als eine zu schnelle und leichtfertige Reaktion sehen. Den Trainer zu entlassen ist immer einfacher, als Teile der Mannschaft in Frage zu stellen. Trotzdem stößt die Entscheidung nicht bei allen auf Verständnis. Schließlich war Parsanen fünfeinhalb Jahre Trainer bei den Roosters, dreimal in Folge führte er sie in die Play-offs. Eine erfolgreiche Zeit und gute Bilanz für das ganze Team. Er hat die Mannschaft weiter nach vorne gebracht als einige Trainer vor ihm.
Trotzdem ist das Team meiner Meinung nach mit dem Start dieser Saison weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Da hilft es auch nicht auf die letzten erfolgreichen Jahre zurück zu blicken. Kein Wunder also, dass sich in der Spitze etwas ändern musste.

Die Verantwortlichen brachten also Bewegung rein. Rob Daum, der am Donnerstag das erste Mal seinen Platz als Cheftrainer bei einem Spiel einnehmen wird, führte seinen ehemaligen Club, den EHC Linz, 2012 zur österreichischen Meisterschaft. Schließlich keine schlechte Entscheidung, oder?

Ob er die Erwartungen der Fans, Mannschaft und Verantwortlichen erfüllt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Gute Voraussetzungen dafür hat er jedenfalls.

Play-offs heißt das Ziel, um an die erfolgreichen Saisons anzuschließen und ob die Iserlohner den Aufwärtstrend der letzten Spiele fortsetzen, wird man schon am Donnerstag, den 19. Oktober, gegen die Fishtown Pinguins aus Bremerhaven sehen.

Sonst müssen sich die Verantwortlichen doch noch über Personalentscheidungen Gedanken machen.

Von Sabrina Meyer
Veröffentlicht am 19.10.2017