Paragliding: Die ultimative Freiheit

Auch im Sauerland können Abenteuerlustige den Extremsport nun testen. Foto: Martin Scheel, Deutscher Hängegleiterverband

Siegen. Für den Einen scheint es lebensmüde, für den Anderen ist es der einzig wahre Kick. Paragliding zählt zu den angesagtesten Trendsportarten der vergangenen Jahre.

„Einfach mit dem Rucksack auf den Berg steigen und nur mit Naturkräftenabheben, das ist  unbeschreiblich“, schwärmt Übungsleiter Claus Vischer, Betreiber der Flugschule Siegen, von seinem Hobby. Paragliding wurde lange Zeit nur in Alpenregionen angeboten, mittlerweile aber „geht der Trend dahin, den Sport mehr zu den Wohnorten der Menschen zu verlagern“, so Vischer.

Extremsport - aber für jedermann geeignet 

Dieser Trend ist inzwischen auch im Sauerland angekommen: Die Flugschule Siegen bietet sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene Schnupperkurse und Bergtouren an. Höhenluft schnuppern darf jeder ab 14 Jahren und solang man bei guter Gesundheit ist, kann man den Sport auch bis ins hohe Alter ausüben. Anfänger beginnen zunächst unter Anleitung eines Flugcoachs  mit Laufübungen und können bereits früh mit dem bodennahen Gleiten beginnen.

Bis zum ersten großen Flug muss man jedoch einiges an Zeit und Geld in sein Hobby investieren. 150 Euro kostet beispielsweise eine zweitägiger Schnupperkurs. Für den Erwerb einer Fluglizenz, die zum alleinigen Abheben berechtigt, braucht ein Flugschüler in Durchschnitt zwischen vier und fünf Monaten.

Gefahren kennen und beachten

Ganz ungefährlich ist die Sportart jedoch nicht, so sollte man sich über die Wetterbedingungen vor einer Tour sehr genau informieren, da Paragliding bei zu starkem Wind bzw. Regen nicht möglich ist. Zu einer der häufigsten Verletzungen gehört zudem das Umknicken bei der Landung. Wer mutig genug ist und den Kick gerne selber einmal erleben möchte, der kann bei der Flugschule einfach einen Termin absprechen.

 

Von Sebastian Wolf und Florian Hermes

Veröffentlicht am 06.05.2010