Die Patriotismus-Phänomen im Fußball

Während der WM hängen an vielen Häusern diese Deutschland Flagge. FOTO: Pixabay

Ein Kommentar. Man könnte denken in der WM Zeit werden alle zu Patrioten. Schwarz, Rot, Goldene Fänchen, den Adler auf der Brust. Stolz auf das eigene Land und den WM Sieg vor vier Jahren.

Man sagt nicht die deutsche Nationalmannschaft hat den Titel gewonnen, man sagt Wir sind Weltmeister, oder eben die Nummer Eins der Welt sind wir. Und das obwohl ein ziemlich großer Teil der Bevölkerung wahrscheinlich nicht so wahnsinnig viel dazu beigetragen hat, außer die Einschaltquoten erhöht.

 

Doch um Solidarität zu zeigen, präsentiert auch jeder Fußball-desinteressierte stolz seine Herkunft oder Zugehörigkeit. Was für die meisten Nationen auch vollkommen legitim ist. Aber als Deutscher? Als Deutscher ein Trikot tragen? Dann ist man wahrscheinlich ein Nazi. Zumindest wenn es nach den Grünen geht. Diese wollten zur EM 2016 ein völliges Deutschlandfahnenverbot durchsetzen und riefen über soziale Medien dazu auf Deutschlandflaggen zu boykottieren.

 

Doch sollte man sich nicht auf Wichtigeres konzentrieren? Fußball schafft Zusammenhalt, durch gemeinsame Herkunft oder das gemeinsame Anfeuern eines Teams. Auch wenn ich glaube, dass man nicht auf etwas stolz sein sollte, wo man weder was für, noch was dran ändern kann, hat das Zeigen der Farben Schwarz, Rot und Gold auch was Gutes. Und geht es nicht eigentlich einfach nur darum die beste Mannschaft der Welt zu finden und Spaß am Fußball zu haben?

Von Isabel Scheele
Veröffentlicht am 17.06.2018