Flugzeugunglück in Russland

Flugzeugkatastrophe am Moskauer Flughafen

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MOSKAU. Es war einer der schwersten Flugzeugunfälle, den die russische Fluggesellschaft Aeroflot bislang verzeichnen musste. 37 Menschen überlebten, 41 starben. Das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation begann seine Nachforschung.

Das Flugzeug Suchoi Superjet 100 der Aeroflot-Fluggesellschaft war zu einer Notlandung am Moskauer Flughafen Scheremetjewo gezwungen. Die Maschine sollte am 5. Mai von Moskau nach Murmansk fliegen. 25 Minuten nach dem Start meldeten die Piloten einen Notfall und fünf Minuten später landete das Flugzeug in Moskau. Dann begann die Evakuierung der Passagiere mit Rettungsrampen.  

Die Tragödie der SSJ-100 

Das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation gab offiziell bekannt, dass 41 Menschen starben. Darunter auch ein Besatzungsmitglied. Insgesamt waren 78 Personen an Bord. Ein offizieller Vertreter von Aeroflot berichtete, dass die Evakuierung 55 Sekunden dauerte - weniger als es nach internationalen Standards sein sollte. Russische Nachrichtenagenturen berichteten, dass viele Passagiere die Evakuierung verzögerten, weil sie ihr Handgepäck mitnahmen.  

Die Ursache des Brands an Bord ist unklar 

Laut Angabe der russischen Nachrichtenagentur TASS bestätigten die Piloten, dass das Flugzeug während des Fluges vom Blitz getroffen wurde. Das Flugzeug habe allerdings erst bei der Landung Feuer gefangen. Es sei in der Mitte der Landebahn aufgekommen und sei dabei mit der Nase auf die Bahn geschlagen. Es wird angenommen, dass die Elemente des Fahrwerks in den Motor gelangt sein könnten. Aeroflot bestätigte in einer offiziellen Erklärung die Entzündung des Motors nach der Landung. Der Kommandant der Besatzung entschied sich aufgrund des Ausfalls der Funkverbindung zum Flughafen zurückzukehren. Die Besatzung kommunizierte einige Zeit mit dem Dispatcher über einen Reservekanal, diese Verbindung brach jedoch ab.  

Im Laufe des Tages arbeitete der Flughafen nur eingeschränkt. Die meisten Flüge hatten Verspätung. Ein großer Teil der ankommenden Flüge wurde auf andere Flughäfen in Moskau oder St. Petersburg umgeleitet. 

Von Katarina Wahlberg
Veröffentlicht am 08.05.2019