Time to say Goodbye: Wie sieht die Zukunft für Großbritanniens Jugend aus?

London. Bereits zweimal ist das ausgehandelte Abkommen zwischen Theresa May und dem EU Parlament in Brüssel wegen Unstimmigkeiten gescheitert. Nun muss Großbritannien bis zum 12. April 2019 eine überzeugende Alternative präsentieren oder ohne Abkommen aus der EU austreten. Doch was würde der Austritt ohne Abkommen für die Jugend von Großbritannien bedeuten?

Der 23. Juni 2016 stellt einen Bruch in der Geschichte der Europäischen Union dar. Die Briten entschieden sich knapp für einen Austritt aus der Europäischen Union, den sogenannten „Brexit“. Nicht nur innenpolitisch, sondern auch außenpolitisch hat diese Abstimmung Folgen für Großbritannien und die daran verknüpften 27 EU-Mitgliedstaaten.

Hinblickend auf die Abstimmungsergebnisse, wird demografisch sehr schnell klar, wer für den EU-Austritt gestimmt hat. Besonders die älteren Briten haben für den EU-Austritt gestimmt. Die jüngeren Briten stimmen dagegen mehrheitlich für den Verbleib. 66 Prozent, und damit zwei Drittel, der 18- bis 24-Jährigen hätten sich eine Zukunft in der europäischen Staatengemeinschaft gewünscht. 

Studium Adé

Was ist mit einem Auslandssemster in Berlin? Oder einem Masterstudium in München? Zur Zukunft von Austauschprogrammen wie Erasmus kann bisher noch nicht viel gesagt werden. Doch mit dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU dürften beispielweise Erasmus-Programme an britischen Unis für junge Europäer Geschichte sein. Somit wird es auch für britische Studenten in Zukunft schwieriger, in Europa zu studieren. 

Auch Kurztrips, die vor allem durch billig Airlines wie Ryan Air immer attraktiver werden, könnten problematisch werden. Abgesehen von langwierigen Grenzkontrollen, entsteht eine  lästige Visa-Pflicht für kurze sowie große Reisen. Somit hat es die kommende Generation Großbritanniens beruflich als auch privat schwer, was das Reisen angeht. 

Auch wenn Großbritannien übergangsweise im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion bleibt, ist es unklar ob es auch in Zukunft so bleibt. Das bedeutet sowohl längere Lieferzeiten, als auch höhere Kosten für Zölle, bei dem verschicken von Post als auch für Export und Import von Handelswaren.

Wie soll es weiter gehen?

Das Vereinigte Königreich und seine Bürger sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil Europas. Deshalb sollte sowohl Großbritannien, als auch ganz Europa dafür sorgen, dass Studierende oder Auszubildende weiterhin die Möglichkeit haben, einen Teil ihrer Ausbildung im europäischen Ausland zu verbringen. Auch um ein Freihandelsabkommen sollte sich gekümmert werden, welches dafür sorgt, dass es keine Zölle sowie Grenzkontrollen zwischen der EU und Großbritannien gibt. 

Solange jedoch nicht klar ist ob das Vereinigte Königreich aus der EU austritt, sieht die Zukunft für Großbritanniens Jugend ungewiss aus. Klar hingegen ist, um die Zukunft zu sichern, muss es schnell Rechtssicherheit geben. 

Von Julian Kirstein
Veröffentlicht am 30.03.2019

Julian Kirstein

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