Trump auf Reisen

Die internationale Presse thematisiert gerne Trumps ungeschicktes Verhalten und seine provokante Rhetorik. Quelle: Pixabay

ASIEN. Der Präsident der Vereinigten Staaten Donald Trump trat am fünften November seine zwölftägige Reise durch Asien an. Er bereiste folgende Länder: Japan, Südkorea, China, Vietnam und die Philippinen. Seine Intention waren wirtschaftliche Interessen, wie beispielsweise die Handelsbeziehungen mit China.

Trump wollte den Alliierten im asiatischen Raum Stärke und Partnerschaft signalisieren. Dazu zählen vor allem Themen wie Waffenpräsenz in Südkorea und Golfspielen mit dem Ministerpräsidenten Japans. Ein Schwerpunkt seiner Reise war die Teilnahme am APEC-Gipfel (asiatische Wirtschaftsgemeinschaft), bei dem das Freihandelsabkommen besprochen wurde. Des Weiteren wollte er den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea erhöhen. Zu einem längeren Zusammentreffen zwischen Trump und Putin kam es allerdings nicht. Lediglich für ein Foto schüttelten sie sich die Hände, danach trennten sich ihre Wege.

Berichterstattung der Presse

Die internationale Presse rückt in diesem Zusammenhang gerne Donald Trumps ungeschicktes Verhalten und seine provokante Rhetorik in den Vordergrund. Dass Trump meistens bei öffentlichen Auftritten höfliche Umgangsformen nicht beachtet, steht außer Frage, doch die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt kurz und knapp sein Auftreten als „diplomatisch“. Beinahe täglich tauchten Schlagzeilen auf, in denen Trumps plakatives Verhalten analysiert wird. Sein Auftreten ist jedoch nicht ausschlaggebend, weil die wirtschaftlichen Beziehungen, in denen es um die politische Zukunft der Länder geht, durch Vertragsbindungen und Verhandlungen langfristig laufen.

Wirtschaftliche Faktoren

Donald Trump hat einen Wirtschaftsdeal mit China mit einem Volumen von 250 Milliarden US-Dollar beschlossen. Er nahm sowohl am APEC-Gipfel als auch am ASEAN-Gipfel teil. Durch die Zusammenarbeit mit China und Südkorea wird der Druck auf Nordkorea nochmals verstärkt. Dies sind wirtschaftliche Faktoren, die auch nach Trumps Amtszeit weiter bestehen bleiben werden und somit von großer wirtschaftlicher Relevanz sind.

Bewertung der Asienreise

Die Einschätzung von Donald Trumps Asienreise der Medien bezieht sich auf das Verhältnis zwischen den Großmächten China und den USA. In vielen Medien treten Schlagzeilen auf, die beschreiben, dass die USA unter Trump von anderen Industrienationen überholt wird. Spiegel Online bezeichnet die USA in dem Zusammenhang als eine Supermacht, die abdankt. Die Beurteilung wird letztenendes von den wirtschaftlichen Veränderungen abhängig sein. Es wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wie sehr die Reise und die Vertragsschließungen einen Einfluss auf das weitere Bestehen der USA als Supermacht haben.

Von Isabel Scheele
Veröffentlicht am 16.11.2017